Fehlerhafte Kaufwerte in einem internationalen Online-Shop
Die Fehler in den GA4-Kaufdaten entstanden im Shop-Code, noch bevor die Daten den Tag Manager erreichten.
- Umfeld
- E-Commerce, international
- Schwerpunkt
- Datenqualitätsaudit, Event-Modell, Migrationsplan
- Zeitraum
- 2025–2026
- Technik
- GA4 E-Commerce
- GTM
- Enhanced Conversions
- Usercentrics
- Google & Microsoft Consent
Ausgangslage
Im Tracking des Shops hatten sich über die Jahre alte Data-Layer-Wrapper, mehrere Anbieter-Tags, verschiedene CMP-Konfigurationen und eigene Wertberechnungen für einzelne Partner angesammelt. Die Kaufwerte in GA4 waren teilweise unplausibel. Welche Events aus dem Shop und welche aus dem GTM kamen, war nicht mehr klar.
Umsetzung
Die aktiven Events wurden bis in die JavaScript-Module des Shops zurückverfolgt. Damit ließen sich die alten, im GTM erzeugten Events von denen der aktuellen Shop-Implementierung trennen.
Die Kaufwerte enthielten Zahlen als lokalisierte Strings mit Dezimalkomma und Gleitkommawerte mit vielen Nachkommastellen. Beide Fehler entstanden bereits im Shop-Backend, bevor die Kaufdaten an das Tracking übergeben wurden.
Für Enhanced Conversions war die automatische Erfassung von Kundendaten aktiv. Sie konnte statt der Adresse des Käufers eine andere Adresse von der Seite übernehmen.
Zusätzlich wurden die Usercentrics-Services und die Consent-Einstellungen für Google und Microsoft geprüft.
Ergebnis
Die alten Wrapper-Events werden durch die Standard-Events von GA4 E-Commerce mit einem einheitlichen ecommerce.items-Aufbau ersetzt. Geldwerte rechnet der Shop künftig in ganzen Cent und übergibt sie erst an der Schnittstelle zu Analytics als normale Zahl. Die Kundendaten für Enhanced Conversions kommen aus einem eigenen Kaufobjekt im Data Layer und nicht mehr aus der Seite.
Die Umstellung erfolgt schrittweise. Übergangsweise gleicht eine Kompatibilitätsschicht im GTM die alten Events an, bis der Shop-Code vollständige E-Commerce-Daten liefert.