Server-side Tagging für die Shopware-Websites eines Herstellers
Zwei B2B-Portale und zwei Online-Shops wurden auf eigene Tagging-Server umgestellt. In den Shops löste das neue Setup einen externen Tracking-Dienst ab.
- Umfeld
- Hersteller, B2B und E-Commerce
- Schwerpunkt
- Analyse, Migration, Rollout, Betreuung
- Zeitraum
- 2025–2026
- Technik
- Server-side Tagging
- Shopware
- GTM Web & Server
- GA4
- Google Ads
- consentmanager
Ausgangslage
Der Hersteller betreibt zwei B2B-Portale und zwei Online-Shops für Endkunden, alle auf Shopware. Das Tracking sollte über eigene Tagging-Server laufen und Einwilligungen durchgängig berücksichtigen.
In den Shops erfasste bisher ein externer Tracking-Dienst die Events. Er griff auf den Data Layer zu und leitete die Daten über eine eigene Domain an die Zielsysteme weiter. Einen Google Tag für GA4 oder Google Ads gab es in den GTM-Containern nicht. Die beiden Shops sind über die Sprachauswahl miteinander verbunden und sollten weiterhin eine gemeinsame GA4-Property und ein gemeinsames Google-Ads-Konto nutzen.
Umsetzung
B2B-Portale. Den Anfang machten die beiden Portale. Auf einem davon lud der Tag Manager trotz Einwilligung nicht, und die CMP setzte den Default Consent mehrfach. Heute senden beide Portale über First-Party-Endpunkte an einen gemeinsamen Server-Container.
Analyse der Shops. Die Web-Container der beiden Shops waren unterschiedlich aufgebaut. Einer enthielt ein umfangreiches Conversion-Tracking für Affiliate, Meta, Google Ads und Pinterest, der andere nur einfache Seitenaufrufe. Einige Affiliate- und Pinterest-Tags feuerten ohne Einwilligung und wurden vor der Umstellung korrigiert. Die CMP schrieb vor jedem Consent-Update erneut ihre Developer-ID und einen Default Consent in den Data Layer. Ein Test mit einer Einbindung über GTM zeigte dasselbe Verhalten. Es handelte sich also um eine Eigenheit der CMP und nicht um einen Fehler in der Integration.
Neues Setup. Ein Tagging-Server mit je einer First-Party-Domain pro Shop und ein gemeinsamer Server-Container bedienen beide Web-Container. GA4 und alle E-Commerce-Events laufen über den eigenen Server. Im Server-Container ordnet eine Lookup-Tabelle die GA4-Events den Conversion-Labels in Google Ads zu. Der Conversion Linker übernimmt die Linker-Parameter, wenn Besucher zwischen den Shops wechseln. Die serverseitigen Conversions für Kauf und Warenkorb liefen zunächst als sekundäre Conversions neben den bestehenden.
Nach ausführlichen Tests gingen Server- und Web-Container live, und der externe Dienst wurde abgeschaltet.
Ergebnis
Beide B2B-Portale und beide Shops senden ihre Daten über eigene Tagging-Server. Der externe Tracking-Dienst ist abgelöst, GA4 und die Google-Ads-Conversions werden direkt aus dem Server-Container bedient, und alle Tags berücksichtigen die Einwilligung. Die Shops teilen sich weiterhin eine GA4-Property und ein Google-Ads-Konto.